Navigation auf uzh.ch

Suche

Institut für Archäologie Prähistorische Archäologie

Gletscherarchäologie

Prospektion durch Begehung auf dem Gletscher des Col Collon (VS), 2024 | Foto: Philipp Baumann

Gletscherarchäologie

Projektbeginn: August 2024

Die Gletscher schmelzen. Die unaufhaltsamen Prozesse lassen auch die hochalpinen Regionen sprichwörtlich nicht kalt! Spätestens seit dem Fund des berühmten "Ötzis" wissen Archäologinnen und Archäologen: Das schmelzende Eis ist ein einmaliges Archiv, das Funde aus der Vergangenheit "auftauen" lässt. Diese Chance, menschliche Funde von den vergletscherten Pässen und Wegen der Vergangenheit zu finden, ist Segen und Fluch zugleich: Einerseiits tauen unter anderem seltene organische Funde, die Jahrhunderte lang bestens im Eis konserviert waren, auf. Andererseits werden diese Funde binnen kürzester Zeit an der Oberfläche zerstört – und sind für immer verloren.

In Kooperation mit der Kantonsarchäologie im Wallis und der Universität Lausanne werden seit Spätsommer 2024 jährlich mehrwöchige Prospektionen entlang der schmelzenden Gletscher des Wallis auf über 3.000m Höhe vorgenommen. Die Studierenden lernen dabei modernste Methoden zum Auffinden und Dokumentieren der Funde.

Die Arbeiten stellen menschliches Handeln in den Hochgebirgen über die Jahrtausende hinweg in den Kontext aktueller Entwicklungen des Klimas, was inzwischen eine hohe mediale Aufmerksamkeit erfährt.

Feldpraktikum für Studierende der UZH (ARC & IWA) im Sommer 2025 auf den Theodulgletscher bei Zermatt möglich.
Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

 Fernsehdokumentation des Bayerischen Rundfunks: Gletscherarchäologie · Spurensuche in eisigen Höhen (2024 | 30min.)

Fernsehdokumentation der ARTE: Spurensuche im Gletschereis (2025 | 30min.)

Weiterführende Informationen

Projektleitung und Kontakt

Kantonsarchäologie Wallis

Mehr zu Kantonsarchäologie Wallis